Rost und Risse: Nienburger Wesertorbrücke mit Konstruktionsschwächen

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Rost und Risse: Nienburger Wesertorbrücke mit Konstruktionsschwächen

Konstruktionsschwächen und Schlamperei beim Bau sind mitverantwortlich für die massiven Rostschäden am Stahl und die Risse im Beton an der Wesertorbrücke in Nienburg.

Ein Ingenieurbüro aus Wedemark hatte gravierende Mängel an Nienburgs jüngstem Brückenbauwerk im Rahmen der vorgeschriebenen Brückenhauptprüfungen vor gut zwei Jahren entdeckt. Aufgrund des veranschlagten immensen Sanierungsaufwands beauftragte die Kreisstadt mit der LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft aus Nordhorn noch ein zweites Fachunternehmen mit der Erslung eines Sanierungskonzeptes. Das ist weniger umfangreich, kostet dafür aber auch nur etwa die Hälfte.

Die Brücke sei zwar nicht einsturzgefährdet, habe aber deutliche „konstruktive Schwachpunkte“, erklärte LINDSCHULTE-Ingenieur Christoph Wübker.

Die konstruktiven Probleme beruhen darauf, dass eine Brücke durch äußere Einflüsse, wie Wind, grundsätzlich schwingt. Da macht auch die Stahlkonstruktion der Wesertorbrücke keine Ausnahme. Die Betonplatten der Fahrbahn sind hingegen starr. Damit slt die Lagerung der Fahrbahnplatten auf dem Stahl besondere Anforderungen an die Konstrukteure. Die haben sie in diesem Fall augenscheinlich nicht gut genug gelöst. Bei der Wesertorbrücke reiben nämlich beide Teile aneinander, was zu Korrosionsschäden und zu Rissen im Beton führt. Das Unternehmen, das die Brücke vor 15 Jahren baute, existiert übrigens nicht mehr.

Immerhin ist mit LINDSCHULTE jetzt ein Fachplaner eingeschaltet worden, der mit fast 50 Jahren deutlich länger am Markt erfolgreich besteht.

Blickpunkt Nienburg, 13.03.2015