Planungen für die Düsseldorfer Mühlenstraße kommen gut an | LINDSCHULTE + KLOPPE

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Planungen für die Düsseldorfer Mühlenstraße kommen gut an | LINDSCHULTE + KLOPPE

Konzeptidee Mühlenstraße Düsseldorf

Konzeptidee Mühlenstraße Düsseldorf

Planungen zur Neugestaltung der Mühlenstraße Düsseldorf

Rund 70 Düsseldorfer mit Altstadt-Bezug waren am Donnerstagabend, 16. Februar, ins Rathaus gekommen, um sich die Planungen für die Neugestaltung der Mühlenstraße vorstellen zu lassen. Am Ende spendeten sie Beifall. Anlass zur Planung waren veränderte Anforderungen an die Mühlenstraße im Abschnitt zwischen Grabbeplatz und Burgplatz durch die Neuordnung im angrenzenden Andreasquartier und des ehemaligen Stadthauses sowie das zum Teil eklatant widrige Verkehrsverhalten.

Ziel ist die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Reduzierung der Verkehrsmengen. Denn die Mühlenstraße ist eine wichtige Achse zwischen Hofgarten und Rhein soll zur „Flaniermeile“ werden. Gleichzeitig jedoch auch die Aufgabe der Erschließung Rathaus/Burgplatz mit wichtigen Kulturinstituten und denkmalgeschützten Gebäuden bei (K20, Kunsthalle, Mahn-und Gedenkstätte, ehemaliges Land- und Amtsgericht/Andreasquartier, Stadthaus/Hotel Medici) weiterhin erfüllen.

Beigeordnete Cornelia Zuschke und Dr. Uwe Kloppe von LINDSCHULTE + KLOPPE erläuterten dem Plenum die Vorstellungen. „Die Planung ist gut“, brachte es Frank Hermsen von der Altstadtgemeinschaft abschließend auf den Punkt.

Nach den vorliegenden Planungen soll Tempo 30 auf der Mühlenstraße erhalten bleiben. Die Fahrbahnbreite soll auf sechs Meter festgelegt werden, so dass zwar noch zwei Fahrzeuge aneinander vorbei fahren können, sich aber deutlich breitere Gehwege ergeben. Die Zufahrt zum Burgplatz soll erhalten bleiben. Der in die Jahre gekommene Grabbeplatz wird eine Auffrischung erhalten. Die Zufahrt zum Parkhaus und die Kreuzung Mühlenstraße/Neubrückstraße werden optimiert.

Park-Suchverkehr und „Auto-Posen“ verhindern

Großen Anklang fand die Idee, auf die Parkplätze in der Mühlenstraße zu verzichten, um den Parksuchverkehr zu verhindern. Zukünftig solle es kein „Anliegen“ mehr geben, das Auswärtige zur Einfahrt und Durchfahrt in die Mühlenstraße berechtigen würde. Auch das stark kritisierte „Posen“ von PS-starken Fahrzeugen, werde damit abgestellt.

Durch den Verzicht auf die Parkplätze, mit Ausnahme von Behindertenparkplätzen, und die breiteren Gehwege ergeben sich neue Möglichkeiten. So sind auf dem gewonnenen Freiraum erweiterte Außengastronomie ebenso wie Fahrradständer möglich, die Rettungswege bleiben frei und auch Laden und Liefern soll auf der Straße möglich sein.

Als Besonderheit und Sofortmaßnahme sollen an der Südseite der Mühlenstraße so genannte „public parklets“ entstehen.

Diese Erweiterung des öffentlichen Gehwegs wird an Stelle der Parkplätze Aufenthaltsräume schaffen. Hochwertige, witterungsbeständige Holzeinbauten geben den „parklets“ den Charakter einer Stadtmöblierung und werten das Straßenbild auf. Vorteil: Da kein festes Fundament benötigt wird, können sie schnell und kostengünstig aufgebaut werden. Die ersten „parklets“ gab es übrigens 2010 in San Francisco.

Kontrovers diskutiert wurde über den Taxistand auf dem Burgplatz. Während ein Teil der Anwesenden kritisierte, dass die Taxen sich in der Nacht von 22 bis 4 Uhr morgens vom Taxistand bis in die Mühlenstraße zurückstauten, sahen es andere als notwendig an, dass die „Droschken da sind, wo auch die Menschen sind“.

Einige der Projekte, so zum Beispiel die „parklets“, könnten, die Zustimmung politischer Gremien vorausgesetzt, relativ schnell umgesetzt werden, erklärte Cornelia Zuschke am Ende der Veranstaltung. Die Gesamtplanung dürfte allerdings nicht vor 2019 realisiert sein.

Quelle: duesseldorf.de

Unter dem Strich konnte das vorgestellte Konzept überzeugen. Verbesserungsvorschläge machten die Bürger meist bei Details, unter anderem zur genauen Führung der Radfahrer.

Uwe Kloppe kennt sich aus in Düsseldorf

Als Mitinhaber der Ingenieurgesellschaft LINDSCHULTE + KLOPPE hat er den Umbau der Benderstraße betreut, das Moderationsverfahren zur Friedrichstraße geleitet und auch bei der Loretto- und der Birkenstraße saß er mit im planerischen Boot. „Was ich in all diesen Projekten aber noch nie erlebt habe, ist, dass nicht aufgeregt über wegfallende Parkplätze diskutiert wird.“ So gesehen war es also selbst für einen Profi wie ihn eine waschechte Premiere, die er bei der Bürgeranhörung zum Umbau der Mühlenstraße vor wenigen Tagen erlebte. Denn dort hatten Anwohner und Geschäftsleute wie Wirt Michael Naseband den geplanten Wegfall der Stellplätze ausdrücklich begrüßt. Tenor: Altstädter finden dort ohnehin nie einen Platz.

Düsseldorf | Stadtentwicklung: Planungen für die Mühlenstraße kommen gut an Center.TV, 17.02.2017: Zukunft der Mühlenstraße (Video mit Interview Dr. Uwe Kloppe) WZ, 17.02.2017: Düsseldorf-Altstadt | Mühlenstraße soll schöner werden RP online, 17.02.2017: Düsseldorf – Weniger Verkehr auf der Mühlenstraße Antenne Düsseldorf, 17.02.2017: Mühlenstraße in der Altstadt soll autofrei werden report-D, 18.02.2017: Düsseldorf Altstadt: Pläne für die Mühlenstraße – Versuche könnten schon bald starten (mit kompletter Konzept-Präsentation NRZ, 18.02.2017: Kein „Auto-Posen“ mehr auf der Mühlenstraße RP online, 23.02.2017: Die Mühlenstraße wird schick