Goch: Seefläche für Baugebiet nimmt Form an

Visualisierung: Bebauung Dorfmitte Gildehaus Dorfplatz Frontansicht
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Zeichnung des Wohnbauprojektes in Goch

Zeichnung des Wohnbauprojektes in Goch

Auf dem Baugelände an der Pfalzdorfer Straße in Goch herrscht zurzeit reichlich Geschäftigkeit. Erste Umrisse des neuen Sees und der Weg drum herum sind bereits gut erkennbar. Die LINDSCHULTE Ingenieure + Architekten waren mit der Planung der Wasserflächen und der dazugehörigen technischen Ausrüstung, des umlaufenden Geh- und Radwegs sowie eines Überlauf-/Versickerungsbeckens beauftragt worden.

Nach einem zögerlichen Start des neuen Baugebiets auf dem ehemaligen Kasernengelände beginnen nun immer mehr Bauherren mit der Realisierung des Projekts. Vor allem aber nimmt der See, der das „elementare Bestandteil“ des 27 Hektar großen Baugebiets bildet, nun Formen an. Im August wird der See, der nach unten mit einer undurchlässigen Lehmschicht abgedichtet wird, mit Wasser befüllt. Spätestens im September sollte der Rundgang mit Blick aufs Wasser möglich sein. Wolfgang Jansen, Chef der Stadtentwicklungsgesellschaft GO!, sieht große Fortschritte auch beim Verkauf.

Erstaunlicherweise ist zurzeit das Interesse am zweiten Baugebiet deutlich größer als das am zunächst ausgewiesenen. „Wir hatten ja damals mit einer Liste begonnen, auf die sich rund 300 Interessenten setzen ließen. Als es dann mit der konkreten Vermarktung losging, mussten wir die Leute, die ein Grundstück reserviert hatten, immer wieder anschreiben und nachfragen, ob noch Interesse bestehe. Das hat viel Zeit gekostet, und natürlich sprangen auch viele Leute wieder ab“, berichtet Gero Guntlisbergen von der GO!. „Deshalb verfahren wir jetzt nach dem Windhundprinzip“, sagt Jansen: „Wer sich zuerst entscheidet, bekommt das Grundstück, das er haben möchte.“ Was nun auch für die noch verfügbaren Grundstücke aus dem Baugebiet 1 gilt.

Stadtsprecher Torsten Matenaers ist zudem überzeugt, dss die Vermarktung umso besser funktioniert, je mehr schon zu sehen ist. Und das ist jetzt eine Menge. Einige Eigenheime seien im Rohbau schon weit gediehen und auch mit nur mittelprächtiger Fantasie ist der Umriss des Sees inzwischen gut zu erkennen. „Etwa 1000 Meter lang ist der umlaufende Weg, und ebenso viele laufende Meter Treppenstufen werden angelegt“, erklärt Guntlisbergen. An drei Stellen können die späteren Anwohner oder auch Besucher des Wohngebiets auf den Stufen sitzen, die ins flache Wasser münden, an anderen Bereichen ermöglichen Stützwände ein Herantreten bis direkt an die Wasserkante.

„Wir legen einen Landschaftssee als Gestaltungsmerkmal an, keinen Badesee“, betont Jansen. Das Schwimmen wird ausdrücklich verboten sein; Rettungsringe werden dennoch aufgehängt – für den Notfall. In der Mitte wird das künstliche Gewässer schließlich 1,50 Meter tief sein.

Ganz viel bespielbares Grün entsteht mit dem Versickerungsbereich, der nur dann unter Wasser steht (maximal 20 Zentimeter hoch), wenn der See mal überläuft. Das wird mittels eines Durchlassbauwerks geregelt, das schon fertig ist. Leicht erhöht im Versickerungsbereich wird im kommenden Jahr der Spielplatz angelegt. Selbst bei Hochwasser wird er genutzt werden können, denn auch die Zuwege werden etwas erhöht verlaufen.

 

RP-Online, 30.05.2017: Kasernen-See nimmt Form an Goch: 15 Hektar See-Fläche werden abgetragen | RP-Online Ein See als Mittelpunkt für den neuen Gocher Stadtteil | Niederrhein Nachrichten