Schienenverkehr in Neuenhaus soll Ende 2018 in Betrieb gehen

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Schienenverkehr in Neuenhaus soll Ende 2018 in Betrieb gehen

Außenansicht Bahnhof Neuenhaus - Visualisierung: LINDSCHULTE Ingenieure + Architekten

Außenansicht Bahnhof Neuenhaus - Visualisierung: LINDSCHULTE Ingenieure + Architekten

Beim gut besuchten Unternehmerabend der Gemeinde Emlichheim informierten sich rund 80 Unternehmerinnen und Unternehmer über die Themen Straßenbauprojekte, Datenautobahn und Schienenverkehr.

Zusammen mit dem Vorstand der Bentheimer Eisenbahn AG Joachim Berends berichtete LINDSCHULTE-Mitarbeiter Nils Brinkmann von den Vorhaben des Schienen-Personen-Nahverkehrs in Neuenhaus.

Joachim Berends gab in seinem Vortrag einen Rückblick in die Geschichte der Personenbeförderung in der Grafschaft. Seit Mitte der 1990er Jahre bemühe man sich um eine Reaktivierung. Diese Bemühungen seien nun von Erfolg gekrönt. Die Verbindung von Bad Bentheim bis Neuenhaus werde Ende 2018 in Betrieb gehen. Für die Region bietet die Reaktivierung nach Auffassung von Berends ein attraktives Mobilitätsangebot. Gerade für die Gewinnung von Fachkräften sei das ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil. Berends sieht gute Chancen, die Strecke über Coevorden bis nach Emmen fortzuführen. Mit der Provinz Drenthe habe es bereits positive Gespräche gegeben.

Jan Zwiers, Wethouder der niederländischen Nachbargemeinde Coevorden, erläutert in einem Interview mit Kösters, dass seine Vorgänger schon vor Jahren die Idee einer Schienenverbindung zwischen Coevorden und Rheine verfolgt hätten. In einem gemeinsamen Europa sei es ihm wichtig, den Blick nicht vor der Grenze enden zu lassen, sondern darüber hinaus zu gehen. Mit einer grenzüberschreitenden Schienenverbindung sieht er Potenziale nicht nur für den Tourismus und im Bereich der Tagesausflüge. Attraktive Schienenverbindungen bieten auch Bleibeperspektiven für Berufspendler. Niederländer fahren nach Erfahrungen von Zwiers gerne mit dem Zug. Das Verkehrsmittel gilt aus verlässlich und preiswert. Zwiers ist überzeugt davon, dass der Zug künftig bis nach Emmen fahren wird und die Provinz Drenthe das Projekt finanziell unterstützen wird.

Aber zunächst gilt es die Strecke bis Neuenhaus technisch so herzurichten, dass dort mit einer Streckengeschwindigkeit von 80 km/h gefahren werden darf. Nils Brinkman vom Ingenieurbüro LINDSCHULTE aus Nordhorn informierte in einem Überblick über die verschiedenen Planungsschritte, Genehmigungsverfahren und Bauaktivitäten. Die heutige Dynamik und den Schwung, den das Projekt aufgenommen hat, gilt es nach Worten von Brinkmann umzusetzen und mit dem Ziel, die Schienenverbindung über den Bahnhof Neuenhaus hinaus bis in die Niederlande fortzusetzen.

EVN, 29.08.2017: Erster Emlichheimer Unternehmerabend gut besucht