ABUS KranHaus – einzigartige Architektur für ein einzigartiges Projekt

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ABUS KranHaus – einzigartige Architektur für ein einzigartiges Projekt

ABUS KranHaus, Bild: ABUS/Hans Juergen Landes Fotografie, info@landesfoto.de - Außenansicht

ABUS KranHaus Gebäude, Bild: ABUS/Hans Juergen Landes Fotografie, info@landesfoto.de

In diesem Jahr öffnete das neue KranHaus von ABUS in Gummersbach seine gläsernen Türen. Ein Projekt, das LINDSCHULTE Ingenieure + Architekten realisieren durfte.  
Viele Besucher haben das eindrucksvolle, als offener Galeriebau ausgelegte vierstöckige Ausstellungs- und Trainingszentrum mit Betriebsrestaurant, einer Tiefgarage und vier Bürogebäuden in Gummersbach-Herreshagen bereits besucht und waren begeistert.

Seitens ABUS gab es klare Vorgaben für die zu verwendenden Materialien (Sichtbeton, Holz, Stahl – passend zu den Kränen) – eine Herausforderung für die LINDSCHULTE-Architekten, die gut bewältigt wurde, wie das Endergebnis beweist.

Die besondere Architektur des KranHauses:

Die gesamte Architektur des Projektes wurde durch die besondere Landschaft, der Bergkamm mit dem faszinierenden Ausblick, geprägt. Die verglaste Fassade des Ausstellungs- und Trainingszentrums bietet ein erstes Beispiel dafür. Diese lässt das Gebäude nicht nur mit Licht durchfluten, es bietet auch einen einzigartigen Hingucker und bietet einen hervorragenden Blick auf das umliegende Bergische Land. Ansonsten ist die Fassade in einem schlichten Weiß gehalten, damit die farbigen Kräne von ABUS besonders hervorgehoben werden. „Die Welle, die das Dach des neuen KranHauses formt, nimmt den natürlichen Hangverlauf des Berges auf, in dem die Tiefgarage geschickt ‚versteckt‘ wurde“, so Matthias Boddin, Architekt bei LINDSCHULTE.

Betritt man das Gebäude, fällt nicht nur der präsente Ausstellungsbereich direkt ins Auge, sondern auch die Himmelstreppe, die ebenfalls den Verlauf des Berghangs formt. Im Erdgeschoss befindet sich auch die lichtdurchflutete Kantine, die sowohl von den Mitarbeitern als auch von Besuchern genutzt werden kann. Neben der Kantine befindet sich der Lounge-Bereich. Hier können Meetings oder andere Besprechungen gehalten werden.

Im Bereich der Bürogebäude gibt es immer wieder einladende Aufenthalts- und Grünbereiche. Generell wurden die Strukturen in diesem wie auch in den anderen Bereichen sehr offen gehalten. Dies verspricht eine angenehme Arbeitsatmosphäre in der sich die Mitarbeiter wohlfühlen sollen.  

Die offenen Strukturen finden sich im ganzen Gebäude des KranHauses wieder. Die Schulungen und Seminare werden in komplett verglasten und mit modernster Technik ausgestatteten Räumen gehalten. Und sogar die Aufzüge sind transparent. Durch diese kann man alle vier Stockwerke erreichen. So auch das Café im Obergeschoss oder das Auditorium im Tiefgeschoss, indem sich noch eine eigene kleine Ausstellung mit Kran-Modellen befindet.

Das Hauptaugenmerk wurde aber auf den Ausstellungsbereich gelegt. Denn egal wo im Gebäude man sich befindet, die Galerie kann von überall aus betrachtet werden und steht im Mittelpunkt des eindrucksvollen KranHauses. Die Halle ist bis zu 13 Meter hoch, die durch den von innen angebrachten Sichtschutz bei Veranstaltungen abgedunkelt werden kann. Gläserne Luftschächte sorgen für eine gute Durchlüftung und runden die Einzigartigkeit des KranHauses ab. In dem Ausstellungsbereich ist die komplette Produktpalette von ABUS ausgestellt – vom leichten Portalkran bis hin zum gigantischen Laufkran mit 120 Tonnen Tragkraft.

Daher musste bei der Planung und dem Bau des KranHauses mit ganz anderen Lasten gerechnet werden als bei Standart-Industriehallen. So auch bei der Elektroinstallation. Die Planer von LINDSCHULTE Ingenieure + Architekten entschieden sich für ein spezielles Unterflurkanalsystem für die Installation in Betonplatten und -decken (Im-Beton-Kanalsystem IBK). Ein Vorteil des Systems: Es konnte ohne wesentliche Estrichaufbauten installiert werden und erfüllt gleichzeitig die statischen Schwerlastanforderungen bis 3,5 Tonnen.