Ansicht Sportzentrum TV Nordhorn (Visualisierung: LINDSCHULTE Ingenieure + Architekten)
TV Nordhorn: Vom Turnerheim zum Sportzentrum
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Bahnhof Nordhorn mit Radstation
Bahnhofsumfeld Nordhorn im Zuge der Reaktivierung des Schienen-Personen-Nahverkehrs
7. März 2017

Podiumbrücke

Kulturquartier Bocholter Aa & Industriestraße (KuBAaI)

Podiumbrücke

Ein außergewöhnliches Brückenbauwerk

Die Stadt Bocholt ist eine aufstrebende Stadt im Westmünsterland mit ca. 75.000 Einwohnern. Im Zuge des Strukturförderungsprogramms Regionale 2016 wurde das Großprojekt KuBAaI ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um eine strukturelle Umgestaltung eines ca. 25 ha großen Industrieareals, das entlang der Bocholter Aa zwischen Aasee und Stadtkern liegt und über 100 Jahre Herz der Bocholter Textilindustrie war.

Die Stadt Bocholt will die besonderen Qualitäten des Gebietes nutzen und mit dem Projekt „KuBAaI“ ein neues urbanes Quartier mit einem spannenden Nebeneinander von Gewerbe, Kultur und Wohnen entwickeln. Kultureinrichtungen sollen angesiedelt werden und dazu beitragen, dass der über Jahrzehnte nicht zugängliche Bereich wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt.

Zur Verknüpfung beider Uferseiten sind mehrere Brückenbauwerke vorgesehen, die die Bocholter Aa überspannen und einen
wichtigen Meilenstein für den Gesamterfolg des KuBAaI-Projektes darstellen. Die Podiumbrücke als größte Verbindungsachse stellt dabei ein Leuchtturmprojekt dar.

Mit ihrer Planung wurde die LINDSCHULTE Ingenieurgesellschaft mbH aus Münster beauftragt. Planungs- und Umsetzungsziel ist die technisch optimale Lösung unter Berücksichtigung der architektonischen Vorgaben sowie den umfangreichen Randbedingungen des Gesamtprojektes.

Brücke mit Aufenthaltsfunktion

Bei der Podiumbrücke handelt es sich um eine Brücke mit Aufenthaltsfunktion und gleichzeitiger Geh- und Radwegverbindung, die allein durch ihre Abmessungen mit einer Gesamtlänge von 60 Metern und einer Breite von 14 Metern ein außergewöhnliches Bauwerk darstellt. Neben den Abmessungen betont die Materialwahl den außergewöhnlichen Charakter
dieses Bauwerks. So sind die Hauptträger, die gleichzeitig als Geländer fungieren, aus wetterfestem Stahl („Rostoptik“) und ein
innovatives Brückendeck aus GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) Alleinstellungsmerkmale.

BIM-Planung

Gerade außergewöhnliche Bauwerke bedürfen eines Höchstmaßes an Gesamt-, Detail- und Ablaufplanung, um einen vollen Projekterfolg zu garantieren. Hierbei setzt LINDSCHULTE auf eine vollständig BIM-orientierte Planung und modernste
Programmlösungen zur Erstellung von Modellen und Berechnungen.

Im Beispiel der Podiumbrücke wurde jede Schraube und jede Verbindung vollständig modellbasiert erarbeitet. Nur so kann bei komplexen Bauwerken sichergestellt werden, dass sämtliche Teilelemente passgenau ineinander greifen. Mehrkosten und Bauzeitverlängerungen aus Planungsfehlern können damit nahezu ausgeschlossen werden.

Neben der Planung ist LINDSCHULTE Münster mit der Erwirkung einer Zulassung im Einzelfall für das innovative Brückendeckmaterial beauftragt. Diese ist notwendig, da das Material weder bauaufsichtlich geregelt ist, noch eine allgemeine
bauaufsichtliche Zulassung vorhanden ist.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Ing.
Heinfried Drewer-Gutland

Geschäftsführer


  • Animation Podiumbrücke Quelle: Stadt Bocholt
  • Podiumbrücke Isometrie Podiumbrücke
  • Podiumbrücke Detailpunkt Modell
  • Podiumbrücke Detaillösungen Modell
  • Podiumbrücke Animation KuBAaI
  • Podiumbrücke - Draufsicht Konstruktion Podiumbrücke