Standort
Im Rahmen des Projekts wurden umfangreiche Maßnahmen zur Schmutz- und Mischwasserableitung umgesetzt. Dazu zählten der Neubau eines Schmutzwasserkanals DN 800 in überwiegend offener Bauweise einschließlich eines Rohrvortriebs unter einem ehemaligen Bahndamm sowie der Anschluss weiterer Einzugsgebiete. Zur Verbesserung der Rückstausituation wurde zudem ein Regenüberlaufbauwerk errichtet und ein neuer Qmax-Kanal mit Durchmessern von DN 1200 bis 2200 gebaut. Die Regenwasserbehandlung erfolgte über einen Stauraumkanal mit einem Rückhaltevolumen von rund 2.300 m³ und integrierter Drosselregelung. Überschüssiges Mischwasser wurde kontrolliert in den Kortelbach abgeleitet.
Projektüberblick
| Bauart | Neubau |
| Zeitraum | 03/2012 - 06/2022 |
| Baukosten | 9,6 Mio. EUR netto |
| Los 1.2 Einbau Betonrohr | 870 m (offene Rohrverlegung) |
| Einbau Stahlbetonrohr | 75 m DN 800 im Rohrvortrieb |
| Fertigteil-/ Sonderschächte | 10 Stück DN 2000 |
| Los 2 Einbau Stahlbetonrohr | 735 m (offene Rohrverlegung) |
| Entlastungsbauwerk | 12 m Schwellenlänge |
| Stauraumkanal mit Stahlbetonrohr | 494 m DN 2400/2600 |
| Trennbauwerk | 23 m Schwellenlänge und Tauchwand |
| Nutzbares Stauvolumen | 2.600 m³ |
Unsere Leistungen
Wir begleiteten das Projekt mit folgenden Leistungen:
- Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph. 2-8
- Tragwerksplanung Lph 2-6
- Objektplanung technische Ausrüstung
- örtliche Bauüberwachung
Projektbeschreibung
Die Planung sah vor, einen parallel zum Kortelbach verlaufenden Schmutzwasserkanal DN 800 in offener Bauweise zu errichten. Der Kanal beginnt unterhalb des neu geplanten Stauraumkanals. Das zur Kläranlage Bönen weitergeleitete Schmutzwasser wurde auf den 2-fachen Trockenwetterspitzenabfluss von 240 l/s begrenzt. Im weiteren Verlauf wurde zudem das Einzugsgebiet Zechenstraße an den DN 800-Sammler angeschlossen. Der Einbau erfolgte größtenteils in offener Bauweise, auf einer Teilstrecke von 75 m wurde ein ehemaliger Bahndamm im Rohrvortrieb unterquert.
Das über den Qmax-Kanal vom Stadtgebiet Unna zugeführte Mischwasser wurde über einen RÜ vorentlastet, um die Rückstausituation zu verbessern. Anschließend wurde auf einer Länge von rd. 350 m der Qmax-Kanal mit DN 1200 bis 2200 neu gebaut. Die Regenwasserbehandlung erfolgte in einem Stauraumkanal (Rückhaltevolumen ca. 2.300 m³) mit unten liegender Entlastung (SKU). Vom Ende der Stauwurzel bis zum Stauraumkanal wurde auf 785 m Länge ein Stahlbetonrohr DN 2400 verlegt. Der SKU bestand aus dem Trennbauwerk mit 23 m langer Stauraumüberlaufschwelle und einem anschließenden Drosselbauwerk. Der Drosselabfluss wurde schiebergesteuert über ein MID an den 2 Qt-Kanal (DN 800) aus LOS 1.2 angeschlossen. Das abgeschlagene Mischwasser wurde über den Stauraumüberlauf dem Kortelbach zugeführt. Der Ableitungsbereich wurde sehr flach und breitflächig ausgebildet.
Kontakt
Wenn Sie Fragen zu diesem Projekt haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
heinfried.drewer-gutland@lindschulte.de
Heinfried Drewer-Gutland
Geschäftsführung Lindschulte Münster