Neubau einer Kindertagesstätte mit Familienzentrum in Wettenberg

Vom ausgezeichneten Wettbewerbsentwurf zum identitätsstiftenden Ort 

Mit dem Neubau der Kindertagesstätte Burgfinken mit Familienzentrum in Wettenberg ist ein moderner Bildungs-, Betreuungs- und Begegnungsort entstanden, der Architektur, Funktionalität und Ortsbezug überzeugend miteinander verbindet. Das Projekt ging aus einem von Lindschulte gewonnenen Realisierungswettbewerb hervor und wurde anschließend über die vollständigen Leistungsphasen 1 bis 9 weiterentwickelt, geplant und realisiert.  

Die besondere Qualität des Projekts liegt in der konsequenten Umsetzung der ursprünglichen Entwurfsidee. Städtebauliche Setzung, kompakter Baukörper, großzügiger Vorplatz, zentrale Erschließung und das zweigeschossige Foyer mit Sitzstufentreppe konnten sehr nah am Wettbewerbsentwurf in die Realität übertragen werden. Damit zeigt das Projekt exemplarisch, wie Lindschulte Entwurfsqualität, Planungspräzision und Umsetzungssicherheit über alle Projektphasen hinweg verbindet.  

Als freistehender, zweigeschossiger Solitär fügt sich die Kita selbstverständlich in die offene Wohnbebauung von Krofdorf-Gleiberg ein und setzt zugleich ein klares Zeichen im Stadtteil. Die kompakte Bauform ermöglicht großzügige Freiflächen für Spiel, Aufenthalt und Grünräume und macht die besondere Funktion des Gebäudes als Kindertagesstätte und Familienzentrum nach außen sichtbar.  

Ein identitätsstiftendes Entwurfsmerkmal ist der bewusst inszenierte Blick auf Burg Gleiberg und Burg Vetzberg. Fensteröffnungen und Blickbeziehungen wurden so geplant, dass der Zwei-Burgen-Blick auch im Inneren der Kita erlebbar wird. Dadurch entsteht ein starker Bezug zum Ort, der sich auch im Namen der Kindertagesstätte Burgfinken widerspiegelt. 

Projektüberblick

AuftraggeberGemeinde Wettenberg 
BauartNeubau 
NutzungKindertagesstätte für 6 Gruppen mit Familienzentrum 
StandortWettenberg, Ortsteil Krofdorf-Gleiberg 
Bruttogrundfläche2.182 m²
Bruttorauminhalt8.584 m³
Kostenca. 7 Mio. € netto, KG 200–700
ZertifizierungDGNB-Gold-Zertifizierungsprozess durch Lindschulte begleitet, Abschluss durch Bauherrn noch offen
Leistungsphasen1 bis 9
Planungszeit09/2021–05/2023 
Bauzeit 02/2023–10/2024 
Besonderheit 1. Preis im Realisierungswettbewerb 
Vergabeform Einzelvergabe

Unsere Leistungen

Lindschulte begleitete das Projekt nach dem gewonnenen Realisierungswettbewerb über die vollständigen Leistungsphasen 1 bis 9.  

Neben den klassischen Architektenleistungen übernahm Lindschulte besondere Aufgaben in der DGNB-Begleitung, Nachhaltigkeitskoordination, Unterstützung bei Fördermittelthemen, im Innenraumkonzept für die Garderobenbereiche sowie in Ausschreibung und Vergabe. 

Ein besonderer Schwerpunkt lag in der qualitätssichernden Weiterentwicklung des Wettbewerbsentwurfs bis zur Realisierung. Die zentrale Entwurfsidee – ein kompakter, klar gegliederter Baukörper mit Vorplatz, Familienzentrum, flexiblem Mehrzweckbereich und verbindendem Atrium – blieb über Planung und Ausführung hinweg erhalten. Der Einsatz moderner 3D-Planungstechnologien unterstützte die präzise Visualisierung und Umsetzung der Planungs- und Ausführungsdetails. Der Bauherr hat in seinem Referenzschreiben diese Planungsmethode ausdrücklich als Beitrag zur termingerechten Umsetzung hervorgehoben.  

Vorplatz als Adresse, Treffpunkt und Quartiersbaustein 

Der Vorplatz an der Burgstraße bildet den einladenden Auftakt zum Gebäude. Er erschließt den Haupteingang zum Familienzentrum sowie den separaten Zugang zum U3-Bereich barrierefrei und schafft eine klare, gut erkennbare Adresse. Bereits im Wettbewerbsentwurf war dieser Bereich nicht nur als Ankommenszone gedacht, sondern als kommunikativer Ort für das Wohnquartier.  

Mit seiner offenen Gestaltung übernimmt der Vorplatz mehrere Aufgaben zugleich: Er organisiert die täglichen Wege, schafft Aufenthaltsqualität und bietet Raum für Begegnung. Damit wird die Kita nicht als abgeschlossene Einrichtung verstanden, sondern als lebendiger Baustein im Quartier. Gerade in Verbindung mit dem Familienzentrum entsteht ein Mehrwert, der über die reine Betreuungsfunktion hinausgeht. 

Multifunktionalität als Entwurfsprinzip

Die Kita Burgfinken wurde konsequent auf flexible Nutzung und Mehrfachnutzung ausgelegt. Neben den Gruppen- und Nebenräumen der Kindertagesstätte umfasst das Gebäude ein Familienzentrum mit Bereichen, die auch unabhängig vom Kita-Betrieb genutzt werden können. Ein separater Zugang vom Foyer des Familienzentrums zum Mehrzweckraum sowie zu den sanitären Einrichtungen ermöglicht Veranstaltungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten.  

Der Mehrzweckraum kann im Alltag verschiedene Funktionen übernehmen: als Speiseraum, Bewegungsraum, Veranstaltungsfläche für die Kinder oder als Versammlungsraum für das Familienzentrum. Bei größeren Veranstaltungen lassen sich Foyer und Mehrzweckraum zusammenschalten, sodass ein größerer, zusammenhängender Bereich entsteht. Diese räumliche Flexibilität macht das Gebäude langfristig anpassungsfähig und stärkt seine Nutzung über den Kita-Alltag hinaus. 

Ein zentrales Entwurfsmerkmal ist die großzügige Sitzstufentreppe im zweigeschossigen Foyer. Sie verbindet die Ebenen, schafft Orientierung und bringt die verschiedenen Gruppenbereiche räumlich zusammen. Damit wird sie zu weit mehr als einer vertikalen Erschließung: Sie ist Treffpunkt, Spielfläche, Aufenthaltsbereich, Tribüne und „vertikaler Stuhlkreis“ zugleich. 

Dass diese Idee auch im Betrieb funktioniert, zeigt das positive Feedback der Kita-Leitung. Die Treppe wird von den Kindern sehr gut angenommen, aktiv ins Spiel integriert und in das pädagogische Konzept einbezogen. So wird die architektonische Leitidee im Alltag unmittelbar erlebbar.

Komfort, Funktion und effiziente Technik

Der Neubau wurde in massiver Bauweise mit Stahlbeton und Trockenbau realisiert. Eine Bohrpfahlgründung bildet die solide Basis des Gebäudes. Die Konstruktion ermöglicht robuste Strukturen, klare Grundrisse und die für den Hotelbetrieb notwendige Flexibilität. 

Zur technischen Ausstattung gehören ein Blockheizkraftwerk sowie Fan Coils in allen Zimmern. Damit werden Energieversorgung, Heizung und Kühlung effizient in das Gebäudekonzept eingebunden. Die Verbindung aus kompakter Bauweise, moderner Haustechnik und funktionaler Organisation schafft die Grundlage für einen dauerhaft leistungsfähigen Hotelbetrieb.  

Auszeichnungen und öffentliche Wahrnehmung 

Das sander Hotel wurde vom Branchenmagazin Tophotel für die beste Hoteleröffnung im deutschsprachigen Raum in der Kategorie Budget Hotel ausgezeichnet. Damit erhielt das Projekt auch aus Sicht der Hotellerie eine besondere Anerkennung. Auf der offiziellen Hotelwebsite wird außerdem hervorgehoben, dass sich diese Auszeichnung auf Produkt, Strategie und den Fokus auf Qualität bezieht.  

Auch im baukulturellen Kontext wurde das Projekt gewürdigt. Das Sander Hotel war Teil des Tags der Architektur 2023 in Rheinland Pfalz. Die positive Resonanz setzt sich im laufenden Hotelbetrieb fort. Bei Booking.com wird das Hotel als Gästefavorit geführt und erreicht eine Gesamtbewertung von 8,5 auf Basis von 1.563 Bewertungen. Besonders stark bewertet werden Lage, Personal, Sauberkeit und Komfort.  

Impressionen

Kontakt

Wenn Sie Fragen zu diesem Projekt haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.